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Aufm Platz

Derby-Wahnsinn im Blankenfeld!

Fortuna - Rhenania

Was für ein Derby im Blankenfeld! Der SV Fortuna Bottrop war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, führte zwischenzeitlich mit 2:0 und musste sich am Ende doch mit einem Punkt zufriedengeben.

Das 3:3 gegen den Lokalrivalen SV Rhenania Bottrop fühlte sich aus Fortunen-Sicht wie eine Niederlage an. Denn der Tabellenführer hatte den Derbysieg bereits vor Augen, brachte den Vorsprung aber nicht über die Zeit.

Fortuna macht das Spiel, Rhenania verteidigt

Die Gastgeber gingen die Partie vor heimischer Kulisse zunächst äußerst defensiv an. Rhenania überließ Fortuna weitgehend den Ball und konzentrierte sich darauf, die Räume eng zu machen. Die Fortunen hatten viel Ballbesitz, ließen den Ball laufen und suchten geduldig nach Lücken. Zwei bis drei gute Möglichkeiten sprangen dabei heraus, ein Lattentreffer war die beste Gelegenheit. Doch der verdiente Führungstreffer wollte vor der Pause einfach nicht fallen.

Fortuna hatte das Spiel im Griff, musste aber weiter auf den entscheidenden Moment warten. Rhenania hielt mit einer kompakten Defensive dagegen und nahm das torlose Unentschieden mit in die Kabine.

Platzverweis als Wendepunkt - Fortuna schlägt zu

Nach dem Seitenwechsel nahm das Derby richtig Fahrt auf. In der 50. Minute musste Rhenanias Yilmaz nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz. Für Fortuna eröffnete sich damit eine noch größere Chance, die spielerische Überlegenheit endlich in Tore umzumünzen.

In der 57. Minute war es dann so weit: Ostgathe brachte Fortuna mit 1:0 in Führung. Der Knoten schien geplatzt. Nur vier Minuten später legten die Gäste nach. Lennart Jablonski erhöhte in der 61. Minute auf 2:0. Der Tabellenführer war auf Kurs Derbysieg, die mitgereisten Fortunen durften auf einen erfolgreichen Nachmittag hoffen.

Doch ein Derby schreibt seine eigenen Geschichten. Rhenania gab sich trotz Unterzahl nicht geschlagen und schlug zurück. Celik verkürzte in der 64. Minute auf 1:2 und stellte nur drei Minuten später den 2:2-Ausgleich her. Innerhalb kürzester Zeit war der komfortable Fortuna-Vorsprung dahin. Aus einer scheinbar sicheren Führung war plötzlich wieder ein offener Schlagabtausch geworden.

Offener Schlagabtausch statt souveräner Auswärtssieg

Fortuna musste sich schütteln und erneut nach vorne spielen. Die Partie war nun völlig offen, und beide Mannschaften suchten ihre Möglichkeiten. In der 77. Minute gelang Larisch die erneute Fortuna-Führung zum 3:2. Doch auch diesmal hielt die Freude nicht lange. Nur zwei Minuten später traf Celik in der 79. Minute erneut und machte mit seinem dritten Treffer den Rhenania-Hattrick perfekt. Das 3:3 war zugleich der Schlusspunkt einer turbulenten zweiten Halbzeit.

In der Schlussphase wurde es noch einmal dramatisch. Fortuna bekam in der 88. Minute einen Strafstoß zugesprochen und damit die Chance, das Derby doch noch für sich zu entscheiden. Doch Rhenania-Keeper Tom Kaczmarek bewahrte seine Mannschaft vor dem ganz bitteren Ende und parierte den Elfmeter. So blieb es beim 3:3.

Ein Punkt, der sich wie eine Niederlage anfühlt

Aus Fortuna-Sicht bleibt ein bitterer Beigeschmack. Die Mannschaft hatte das Spiel über weite Strecken kontrolliert, war nach der Pause auf 2:0 davongezogen und hatte trotz des Platzverweises für Rhenania alle Trümpfe in der Hand. Dass daraus am Ende nur ein Unentschieden wurde, dürfte die Fortunen noch beschäftigen.

Gleichzeitig zeigte das Derby, dass Ballbesitz und spielerische Überlegenheit allein nicht reichen. In den entscheidenden Momenten fehlte die Konsequenz, um den Vorsprung abzusichern. Rhenania nutzte seine Chancen eiskalt und kämpfte sich mit großem Einsatz zurück.

Das Trainerteam zum Derby

„Das ist hart. Wir hatten gefühlt 85 Prozent Ballbesitz. Defensiv haben wir in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht, mit zwei, drei Chancen. Uns fehlte nur das Tor. Die Gelb-Rote Karte spielt uns natürlich in die Hände. Doch bei den Gegentreffern merkt man einfach: Wir sind noch jung. Auf Rheinbaben hätten wir noch den Dreier gezogen. Wir werden auch daraus lernen.“

Schlusswertung

Unterm Strich: 85 Prozent Ballbesitz, 2:0 geführt, am Ende nur ein Punkt. Fortuna war nah dran am Derbysieg, ließ sich den Dreier aber noch aus der Hand nehmen. Ein bitteres 3:3 und eine Lektion, aus der die junge Mannschaft lernen muss.

 

PH

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